Fenner Hall
Home, sweet home...
Das ist nun also meine neue Unterkunft für das nächste halbe Jahr.
Für ein Wohnheim macht es von aussen schon was her, die Zimmer sind
allerdings ein bisschen klein (siehe Bilder).
Das ist der Blick aus meinem Fenster. Nett, oder? Hier wird auch eine Eigenart
Canberras deutlich: obwohl Fenner Hall nicht allzu weit vom Stadtzentrum
entfernt ist (nimmt man die Gesamtgröße als Maßstab, liegt es
sogar irgendwie in der Innenstadt), hat man den Eindruck, man ist mitten
im Wald. Die Stadt ist sehr ausgedehnt, und eher dünn bebaut.
Die Zimmer sind klein, aber ganz geschickt eingerichtet. Wie heißt es
so schön auf der
Fenner-Homepage:
weniger Arbeit beim Saubermachen...
Auf einem Stock wohnen 22 Leute, allerdings ist im Moment nicht viel
los. Die Sommerferien haben bereits begonnen, somit sind viele
daheim oder mit Lernen beschäftigt.
So langsam habe ich den Eindruck, dass der Feueralarm hier eine sorgsam gepflegte
Tradition ist. Der erste, den ich erlebt habe, war nachts um halb vier.
Der wurde aber nur durch einen uebereifrigen Toaster ausgeloest.
Die Frage ist nur, welche Schnarchnase nachts um Drei toasten muss...
Der nächste war immerhin morgens um 11 Uhr. War aber auch nichts echtes,
diesmal haben die Arbeiter bei der Renovierung der Lifte zu viel Staub erzeugt.
Ich glaube, wenn's wirklich mal brennt, glaubt es keiner mehr...
Apropos Lifte: Nach der Renovierung haben sie auf einmal angefangen zu sprechen!
Sie sagen jetzt so sinnvolle Dinge wie "Going down", "Fifth floor" oder "Please
stand clear of the closing door!". Meine Versuche einer philosophischen Diskussion
scheiterten jedoch daran, dass sie mir nicht zuhören - manchmal habe ich den
Eindruck, sie wollen mich gar nicht verstehen. Nicht mal so einfache Bemerkungen
wie "Shut up!!"...
Auf jedem Flur hat es einen "Tea Room" mit Wasserkocher, Kühlschrank
und Toaster. Die Hauptküchen sind im Erdgeschoss untergebracht. Es
handelt sich um ca. 15 Küchenabteile, die jeweils mit
Granitarbeitsplatten, 4x4 Gaskochstellen,
einen Backofen, Mikrowelle und Doppelspüle ausgestattet sind. Jeder
Bewohner bekommt ein abschließbares Fach für das private Kochgeschirr
und einen Teil eines Kühlschranks zugewiesen. Da lässt sich ganz
gut arbeiten.
Und so sieht das dann aus, wenn ich mir was koche:
Man sollte es nicht glauben, aber Weihnachten geht auch hier nicht
spurlos vorüber. Fenner Hall hat einen wunderschönen Weihnachtsbaum
aufgestellt! Aus Plastik. Mit bunt blinkenden Lichtern. Und wenn er gut gelaunt
ist, unterhält er das Publikum mit wunderschön synthetisch
gedudelten Weihnachtsliedern. Wunderbar!